Ökomarkt St. Gallen Datum: 15. Mai 2008 von Manuel
Tag 15. Der 100% ökologische Markt
Perfekt - mitten in unserem Biomonat findet DAS Schweizer Bio-Event der Ostschweiz statt. Der Ökomarkt St. Gallen. Am 15. Mai präsentierten sich in der Altstadt rund 60 Anbieter beim Vadiandenkmal mit ihren ökologische Produkte und Dienstleistungen. Der Ökomarkt wird von der Interessengemeinschaft IG Ökomarkt - zusammengesetzt aus allen Ausstellenden - und der Fachstelle Umwelt und Energie der Stadt St.Gallen organisiert. Der Ökomarkt ist bereits zum 14ten Mal in der Stadt. Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen und habe auf einen Sprung vorbeigeschaut:
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Pflanzen in der Überzahl
Was auffällt - Setzlinge gehen immer (der Schweizer ist ein großer Gartenfreund), was insgesamt 4 Stände erklärte, an denen es jede Menge Kräuter und vor allem Tomaten (Bioknospe und Demeter) zu kaufen gab. Es gab auch alte Bekannte - der Bäckerwagen, der normalerweise auf dem Wochenmarkt konventionelles Brot und Backwaren anbietet, verkaufte heute biologische Waren. Ich habe gleich ein Dinkel-Focaccia mit Oliven erstanden. Für 3,20 CHF nicht gerade günstig, aber lecker! Etwas verschämt in der Ecke war der “Newride”-Stand (Elektro-Velos) und die Kinderspiel-Stätte untergebracht. Beim WWF konnte man sich mit einem Bohrer ausgerüstet ein Bienenhotel aus einem Stück Holz bauen (oder es sich für 19,95 CHF beim Holzspielzeugstand nebenan kaufen). Für zünftige Bio-Mahlzeiten sorgten Wurst-, Crepes- und andere Bio-Fastfoodstände. Sehr interessant war auch noch der Infostand über Holzpallettsheizungen und Solarstrom. Auch lecker: Der häufig umlagerte Käsestand mit sehr vielseitigem Angebot und kleinen Pestogläsern. Beim “Nuss und Wildfruchtspezialisten” Hellwig habe ich dann noch einmal konsumiert und ein Nusspesto sowie eine Kornelkirschen-Konfi mitgebracht (zu diesen Produkten an anderer Stelle etwas mehr). Sehr beeindruckt hat mich am Nuss-Stand der “Knacknuss 1″, was ein praktischer Nussknacker sein soll, mit dem man 30kg Nüsse in der Stunde schafft (erinnert etwas an Schraubzwingen aus dem Hobbykeller, ist aber effektiv, wie ich mich durch einen Selbstversuch überzeugen konnte).
Bio-Fazit
Die Angebotspalette des St. Galler Ökomarktes ist vielfältig: Lebensmittel, Bauen und Wohnen, Freizeitgestaltung, Haushalt, Gartenbau, Gesundheit, Energie und Mobilität, das sind die Themen die sich in den 60 verschiedenen Ständen widerspiegeln. Gut finde ich, dass neben reinem Konsum von Bioprodukten auch die Aufklärung und Information rund um ökologische Theme einen Platz findet. Leider ist der Markt etwas klein geraten, wenn ich das mit anderen Märkten vergleiche. Dank der derzeitigen Baustelle rund um den Brunnen wirkt alles etwas ungemütlich, aber immerhin spielte das Wetter bis zum frühen Abend mit. Schade ist auch, dass der Markt nur einmal im Jahr stattfindet. Mehr Infos über den Ökomarkt findet man übrigens auf der eigenen Webseite: www.oekomarkt.ch
Bio-Putzmittel Datum: 14. Mai 2008 von Tatjana
Tag 14: Putzfimmel - aber öko, logisch!
Der Bio-Monat bedeutet auch einige Veränderungen beim Putzen. Bisher haben wir unsere Wohnung mit etwa 5 -6 verschiedenen konventionellen Reinigern in Schuss gehalten, das sieht jetzt etwas anders aus. In diesem Monat beschränken wir uns auf 3 Reiniger: Spülmittel ( von Almawin), Allzweckreiniger (von Spinnrad) und WC-Reiniger (von Ecover). Schon beim Kauf ist positiv aufgefallen, dass es nahezu alle Putzmittel auch als Öko-Reiniger gibt. Außerdem sind die meisten Hersteller mittlerweile auch um ein zeitgemäßes Äußeres (Verpackung, Aufmachung, Etiketten) bemüht.
Bio-Reiniger: Was ist drin?
Was die Inhaltstoffe angeht, so geht es auch bei Öko-Reinigern nicht ohne Chemie (nicht näher spezifizierte nichtionische und anionische Tenside, beim Allzweckreiniger auch Konservierungsmittel), aber sie sind alle biologisch besonders gut abbaubar. Das Spülmittel ist darüber hinaus „dermatologisch geprüft“ und auch für „hautsensible Menschen und Allergiker“ geeignet. “Hautsensibel” ist eine großartige Wortschöpfung, wenn ich das höre, fängt gleich alles an zu jucken… Ich persönlich habe mir angewöhnt, beim Spülen und Putzen Handschuhe zu tragen, das erschwert es den Allergenen erheblich, sich an mich ranzumachen.
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Biodrink - Genuss ist anders Datum: 13. Mai 2008 von Manuel
Seit dem unaufhaltsamen Siegeszug der Bionade haben sich im Schatten des Kultgetränks aus der Rhön jede Menge “me-too”-Produkte daran gemacht, das Original vom Thron zu stoßen. Mit höchst unterschiedlichem Erfolg. Die Namen der Bio-Limonaden sind häufig an Bionade angelehnt: Maltonade, Sinconada usw. Und jetzt gibt es bei Aldi (Süd) auch eine Öko-Limo, den “Biodrink“.
Bei unserem ersten Bio-Großeinkauf im Mai entdeckten wir den Biodrink im Discounter und haben uns zu Testzwecken einen Sechserpack (einzelne Flaschen gibt´s nicht) gekauft. Natürlich die Sorte Holunder / Cranberry, da die beiden anderen Sorten (Orange Ingwer und Citrus Ananas) nicht sehr vertrauenerweckend aussahen. Die Biobrause kommt in einer 0,5 Liter PET-Flasche (Einweg, wie alle Flaschen bei Aldi) mit einem mäßig künstlerisch angehauchten Design (eine Sonne - wie originell!) daher. Hergestellt wird sie von der Feldschlößchen Brauerei GmbH in Braunschweig und auf der Flasche prangt das EG-Biosiegel. Was ist drin?
Das Getränk besteht aus:
- Wasser
- Zucker
- Kohlensäure
- 1% Holunderbeersaft aus Konzentrat
- Kohlensäure
- Säuerungsmittel Milchsäure
- natürliches Aroma (aha, hier verbirgt sich die Cranberry)
- Antioxidationsmittel Ascorbinsäure
- Gerstenmalzextrakt
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Bio-Eier Nachtrag Datum: 12. Mai 2008 von Manuel
Da waren wir in unserem Beitrag Hi-Tech-Bioeier wohl so sehr von der Technik fasziniert, dass wir glatt vergessen haben, das Bio-Fazit (a.k.a die Kostenrechnung) am Ende zu ziehen. Nun, das sei hiermit nachgeholt:
6 Bioeier vom Hof Fäh kosten, wie schon im Beitrag erwähnt, 3,80 CHF (2,36 Euro). Im Vergleich kosten im Supermarkt 4 Bio-Eier (ja, tatsächlich diese Singlegrösse gibt es!) stolze 3,40 CHF - da kommen wir mit den Eiern aus dem Bio-Automaten etwas günstiger weg. Normale Eier aus Bodenhaltung kosten 2,90 CHF für das halbe Dutzend (1,79 Euro). Wir verbrauchen im Monat circa 15 Eier (ich bin kein “Pur-Ei-Esser” und Tatjana gönnt sich nur am Wochenende Frühstückseier), somit kostet uns der Umstieg auf lokale Öko-Eier während des Experiments 9,50 CHF (5,85 Euro). 7,25 CHF (4,47 Euro) wären es ohne Bio - und so kommen Mehrkosten von rund 30% ins Haushaltsbuch.
Eigene Brötchen backen Datum: 10. Mai 2008 von Manuel
Wenig Auswahl bei Bio-Brötchen
WIr haben während unseres Bio-Monats beim Brötchenkauf leider zu wenig Auswahl - entweder greifen wir zu der geringen Auswahl an Bio-Brötchen bei den Detailisten oder wir müssen selbst den Rührlöffel schwingen. Auf dem Wochenmarkt gibt es einen leckeren Bäcker aus Österreich - er hat aber keine Bioprodukte - und die Brötchen im Naturkostladen sehen nicht sehr ansprechend aus und sind mit 1,20 CHF auf Dauer einfach zu teuer. Also machen wir unsere Brötchen selber! Gesagt, getan - ein Brotbackautomat ist Teil unseres Haushaltes und in der Kunst des konventionellen Brötchenbackens habe ich schon einige Erfahrung. Kann doch also nicht so schwer sein! Bei unserem Großeinkauf in Konstanz haben wir uns darum mit einer halben Palette an Biobrot-Backmischungen eingedeckt (Sonderangebot 99 Cent die 500g-Packung). Und so ist die Auswahl groß: Sonnenblumenbrot, Bauernbrot, Vollkornbrot etc. Als erste Mischung wählte ich die Sonnenblumen-Sorte. Und schon ging es auch los!
