Katzen verweigern das Bio-Futter! Datum: 06. Mai 2008 von Manuel
Wir haben ein Problem - unsere pelzigen Mitbewohner boykottieren das Bio-Experiment. Paul und vor allem Manon (Mäkel-Madame) verweigern sich dem biologischen Nassfutter! Dabei hatte alles sehr gut angefangen, wie unser kürzlich gezeigtes Fütterungs-Video beweist… Das Trockenfutter, welches wir am Morgen verfüttern, wird gut angenommen - und sorgt dafür, dass der “Kauverweigerer” Paul endlich mal die Zähne richtig einsetzt.
Anders sieht es aber beim Nassfutter aus, was am Abend frisch aus der Dose in die Näpfe kommt. Der Kater schlägt zu, wenn auch nur mit halber Kraft - die Katze hingegen lässt die Portion fast unangetastet liegen. Keine Chance, auch mit gutem Zureden! Wir haben das Spielchen jetzt eine knappe Woche mitgemacht und müssen leider Konsequenzen ziehen. Ab sofort wird das Bio-Nassfutter mit konventionellem Futter 50:50 gemischt. So werden die “Büsis” überlistet und wir müssen nicht die teueren Bio-Dosen entsorgen :-)
Bio-Fazit: Für die Dosenöffner (resp. Katzenhalter) ist das Bio-Plan-Futter mit Vor- und Nachteilen behaftet. Der Vorteil: Es riecht kaum und lässt sich gut füttern. Der Nachteil - die Weißblechdosen sind kaum sauber zu bekommen, was das Recycling erschwert (Wasserverschwendung!). Eine Dose hat 400g und kostet 2,10 CHF (1,22 Euro). Vor dem Bio-Monat verfütterten wir “Shah” aus dem Discounter, eine Dose hat 205g und kostet 0′55 CHF (0,34 Euro). Der Fleischanteil beträgt bei beiden Sorten 40% laut Verpackung. Hätten wir den Monat komplett biologisch gefüttert, wären wir somit auf eine glatte Verdopplung der Kosten für das Nassfutter gekommen. Eine Dose Bio-Futter reichte für zwei Abendmahlzeiten für zwei Katzen - das wären also hochgerechnet 15 Dosen zu 31,50 CHF (19,28 EUR) gewesen. Bei 50%-Bio macht das eine Mehrausgabe von 19,95 CHF (2 Dosen sind ja komplettt verfüttert worden). Schade, dass unsere Katzen sich so bockig anstellen - aber ähnliches ist in jedem zweiten Katzenforum nachzulesen…
Bio-Katzenfutter - Ob das schmeckt?!? Datum: 02. Mai 2008 von Manuel
Tag 2 - Bio für die Katzen
Der zweite Tag des großen Bio-Experiments beginnt wieder einmal beim Frühstück. Aber nicht bei unserem, sondern dem der Katzen. Denn Paul und Manon sind ebenfalls Teil des Experiments - ob sie nun wollen oder nicht ;-) Heute gibt es eine Speiseplanänderung, das morgendliche Trockenfutter ist gegen die Bio-Variante ausgetauscht worden. Der große Unterschied (vom Preis einmal abgesehen) ist: der Geruch. Wo das konventionelle Trockenfutter einen betörenden “Duft” verströmt, der die Katzen immer gleich wild macht, kommt das Bio-Trockenfutter relativ geruchlos daher. Ob es trotzdem schmecken wird?
Link: sevenload.com
Bio-Fazit: Der erste Eindruck ist gut, die Katzen zufrieden. Was den Preis angeht, so schlägt Bio-Katzenfutter erst einmal extrem ins Kontor. Der 1,5kg Sack kostet 11,90 CHF (etwa 7.35 Euro) - das ist im Vergleich zum vorigen Futter (das Luxus-Trockenfutter von Aldi für 2,75 CHF für 750g) um einiges teurer. Gut, da ist noch etwas “Äpfel mit Birnen” vergleichen - und wir werden darum in einem weiteren Beitrag etwas genauer und realistischer an einen Kostenvergleich herangehen.
“1 Monat Bio” - los gehts! Datum: 30. April 2008 von Tatjana
Morgen geht es los - wir sind ja schon so aufgeregt! „Wir“ - das sind zwei ganz normale Menschen (Manuel und Tatjana) und zwei ganz normale Katzen (Paul und Manon). Aufgeregt sind in erster Linie die Menschen, die Katzen haben das mit dem Bio-Experiment noch nicht so recht realisiert. Dabei ist heute schon bei FRESSNAPF Bioplan Katzenfutter im Einkaufswagen gelandet. Hoffentlich schmeckt das denen auch, war nämlich ungefähr doppelt so teuer wie normales Katzenfutter…
Aber am besten fange ich am Anfang an: Vor einigen Wochen stand ich im Bio-Supermarkt in St. Gallen und hielt Ausschau nach Sonderangeboten. An der Kasse stand dann hinter mir ein Paar, das gerade seinen kompletten Wochenendeinkauf erledigt hatte. Da fragte ich mich: „Was das wohl kostet?“ Ja, was kostet es eigentlich, sich sich ausschließlich von Bio-Lebensmitteln zu ernähren, Öko-Putzmittel, Recycling-Toilettenpapier und Naturkosmetik zu verwenden? So entstand die Idee zu „Ein Monat Bio“. Natürlich kaufen wir schon lange bestimmte Lebensmittel in Bio-Qualität, aber nicht konsequent und bei weitem nicht alle. Das werden ab 1. Mai 2008 zumindest für einen Monat ändern. Und wir sind gespannt, ob wir uns gesünder und leistungsfähiger fühlen werden, schönere Haare und eine positivere Ausstrahlung bekommen werden und vor allem auch, wie viel das nun kostet. Wir sind dabei dank unserem Wohnort St. Gallen in der geografischen Situation, nebenbei auch noch einen Preisvergleich zwischen der Schweiz, Österreich und Deutschland vornehmen zu können. Für alle, die rund um den Bodensee wohnen, also durchaus eine interessante und aussagekräftige Sache. Wir werden natürlich versuchen, Euch nicht nur mit unserer Einkaufsliste und den Quittungen, sondern auch mit ein paar hoffentlich spannenden Geschichten rund um unseren Bio-Monat zu versorgen. Also schaut öfter mal vorbei, wir freuen uns!
